Eine Straße für Johanne Peppmöller


Klicken zum VergrößernDie Neue Westfälische hat das neue Projekt am Samstag, dem 31. Januar, schon vorgestellt:

Mitte (syl). "Johanne Peppmöller hat sich für Juden eingesetzt - und dabei Leben gerettet", berichtet Anja Schwengelbeck. Gemeinsam mit Michael Reckers startet die Deutsch- und Geschichtslehrerin am Abendgymnasium eine Initiative, die zum Ziel hat, eine Straße nach der Bielefelderin zu benennen.

"Johanne Peppmöller ist ein Beispiel für Zivilcourage im Dritten Reich", betont Reckers. Der 65-jährige Pädagoge ist inzwischen pensioniert. Im vergangenen Jahr leitete er gemeinsam mit Anja Schwengelbeck eine Arbeitsgemeinschaft, in der es um die Novemberpogrome 1938 ging. Der Sohn des Auschwitz-Überlebenden Daniel Hoffmann stand damals für ein Interview zur Verfügung.

Die AG-Teilnehmer Julia Brunschön, Christoph Joachim Matera, Nils Florian Wallmeyer und Jacqueline Linhart bereiteten die Fragen vor und erstellten eine Powerpoint-Präsentation. "Überlebensspuren aus dem Dritten Reich - auf Paul Hoffmanns jüdischem Lebensweg gemeinsam mit seinem Sohn Daniel", lautete der Titel. Paul Hoffmann war im Arbeitslager Schlosshof interniert. Dort lernte er Lotte Windmüller, die Pflegetochter von Johanne Peppmöller, kennen. Das Paar verlobte sich. Zwar konnte die couragierte Bielefelderin die Deportation des jüdischen Mädchens hinauszögern, im März 1943 wurden Lotte Windmüller und Paul Hoffmann jedoch nach Auschwitz verschleppt. Wie es seinem Vater gelang, das Konzentrationslager zu überleben, darauf hat sein Sohn Daniel nie eine Antwort bekommen. Mit Unterstützung von Johanne Peppmöller baute dieser sich jedoch in den 50er Jahren ein eigenes Leben auf. "Wir finden es angebracht zu probieren, ob wir eine Straße nach Johanne Peppmöller benennen können", sagt Christoph Joachim Matera. Nicht zuletzt zeige man damit, dass es auch Deutsche gegeben habe, die sich für ihre Mitmenschen eingesetzt hätten. Als nächstes soll nun eine Unterschriftensammlung gestartet werden. "Ich fände es toll, wenn sich noch mehr Mitstreiter für das Vorhaben begeistern könnten", sagt Anja Schwengelbeck. Die Liste solle dann im Bezirksamt abgegeben werden. "Das ist ja auch ein Politikum", meint die 41-Jährige. Ziel sei, "das Wirken dieser couragierten Frau bekannter zu machen."

 

Am 1. Oktober hat sich die Bezirksvertretung Dornberg mit der Initiative befasst und sie grundsätzlich unterstützt (s. Presseberichte rechts). Hier noch der Info-Flyer, den die Arbeitsgruppe in der Bezirksvertretung vorgelegt hat, zum Herunterladen:

Info-Flyer_Teil_1 (1,5 MB)

Info-Flyer_Teil_2 (1.2 MB)

 

Kontakt zur Arbeitsgruppe:

AG-Johanne-Peppmoeller@gmx.depasted-2015-02-03-20-52-211.gif

Peppmoeller


Das Presseecho:

Klicken zum VergrößernNeue Westfälische
vom 12. Mai 2015

 

 

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Neue Westfälische
vom 7. September 2015

 

oder Stadtteilzeitung "Viertel":

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Klicken zum VergrößernWestfalenblatt vom 2. Oktober 2015

 

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Neue Westfälische vom 6. Oktober 2015

 

 

 

 
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